Bilder aus dem Winter

Der Winter ist eine komische Jahreszeit zum photographieren.

In der Woche viel zu früh dunkel oder am Wochenende besetzt mit Schlittenfahren. Das dann noch mit so kalten Fingern, dass “schönes Bilder machen” wirklich hart wird. Das lässt sich dann nur mit Sitzheizung im Auto aushalten.

In Ostwestfalen hat es nun also auch geschneit.
Schnee ist ein großer Gleichmacher. Der “englische Rasen” wird genauso flach mit Schnee zu gedeckt, wie das wilde Stück Wiese. Wirklich etwas reißen kann man im nachbarschaftlichen Wettbewerb jetzt nur noch mit dem Bürgersteig. Hier gemeint: Schnee schaufeln.

Je früher der Bürgersteig dabei wieder sein wahres Ich zeigt, desto besser. Da reicht dann auch kein Laufweg. Um hier zu bestehen, brauchen wir das vollflächige Ergebnis. Wie schön. Und bitte auch nur bis exakt zur Grundstücksgrenze. :-)

Zum Schlittenfahren wird es einsam für den Rietberger. Richtig gut geht das nur in Richtung Stromberg. Stromberg hat hier den Namensteil deutlich mehr verdient als Rietberg.
Oder ab in Richtung Teutoburgerwald. Da geht dann nochmal deutlich mehr.
Mein familienkompatibler Tip: Das Gelände unterhalb der Lämershagener Treppen. Eine geräumige Schüssel, deren unteres Ende dankbarer Weise nicht in einem Gewässer endet. Inklusive Parkplatz und wenig zu laufen.

Übrigens: Der Winter endet erst zum 21. März. Wie jedes Jahr.
Da kann noch was kommen!

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Gute Vorsätze für 2010

braucht man an dieser Stelle nicht zu erwarten. ;-)

Zwei schöne Sätze, die ich gelesen habe dazu:

“Das größte Geschenk, das wir uns machen, ist uns vom Leben überraschen zu lassen. Damit sind wir offen für jedes Wunder.”

“Unsere äußere Hülle
lässt sich aufpeppen
mit Glitzer und Glanz.

Für wen ist das wichtig?

Widme deine Zeit
SinnVoll dem Inneren

damit es auch dort
wie funkelnde Kristalle
hell leuchtet

so dass der Lichtschein
auch außen sichtbar ist!”


In diesem Sinne: Alles Gute für 2010!

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Weihnachtstage

ich wünsche allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.
Und einen guten Übergang in ein erfülltes Jahr 2010…

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3. Advent – und alle singen:

Last Christmas

[Chorus]
Last Christmas
I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year
To save me from tears
I’ll give it to someone special

Last Christmas
I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year
To save me from tears
I’ll give it to someone special (special)

[Chorus]

Once bitten and twice shy
I keep my distance
But you still catch my eye
Tell me baby
Do you recognize me?
Well
It’s been a year
It doesn’t surprise me
(Merry Christmas)
I wrapped it up and sent it
With a note saying “I love you”
I meant it
Now I know what a fool I’ve been
But if you kissed me now
I know you’d fool me again

[Chorus x2]

A crowded room
Friends with tired eyes
I’m hiding from you
And your soul of ice
My god I thought you were
Someone to rely on
Me?
I guess I was a shoulder to cry on

A face on a lover with a fire in his heart
A girl undercover but you’ve torn me apart
Oo-hoo
Now I’ve found a real love you’ll never fool me again

[Chorus x2]

A face on a lover with a fire in his heart
A man undercover but you’ve torn him apart
Maybe next year I’ll give it to someone
I’ll give it to someone special. (special)

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Sonnenuntergang an der Nordsee

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Es ist noch Herbst

auch wenn heute Nikolaus ist.

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Orchideen auf der Achterbahn

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Buddha – Erleuchtung inklusive.

Über 40? Auf der Suche nach dem irgendwas? Dann weiterlesen. :-)

Glauben ist ja immer so eine Sache. Da denken wir gerne an die Kirche, langweilige Gottesdienste und komische Lieder. Old school – sagt man heute. Lieber was anderes. Aber was? Im Trend liegt so einiges. Buddhismus dabei recht weit vorne. Richard Gere bekennt sich dazu – na wenn das kein Grund ist sich das mal näher anzusehen.

“Näher” muss nicht gleich Tibet sein. Der Dalai Lama ist ja nun auch schon wieder weg aus Frankfurt. Also wo ist der nächste Erleuchtete in orangenen Kutten? Es gibt ein Zentrum für Buddhisten in Europa. Das liegt in der Schweiz, schön gelegen oberhalb des Genfer See. Das Kloster Rabten Choeling.

Gegründet wurde das Kloster 1977 von einem Mönch mit dem klangvollen Namen Gesche Rabten Rinpotsche. Der wurde höchstpersönlich vom Dalai Lama nach Europa geschickt. Weil zu viele Europäer in Tibet in den Schulen saßen und was lernen wollten. Ist ja auch für die Öko-Bilanz besser. Der hatte noch seinen eigenen Schüler mitgenommen, nicht minder klangvoll: Gonsar Rinpotsche (Rinpotsche steht für “ehrwürdig” – wir lernen gerade tibetisch). Schüler sind meist jünger, so auch hier. Der Gonsar Rinpotsche ist deswegen der jetzige Abt (und Meister) und der Gesche Rabten zwar tot aber schon wieder wiedergeboren.
Tjahaa – hier hat das Sequel Methode! Und man findet die Wiedergeborenen sogar und bereitet die dann gezielt auf die Fortsetzung des alten Jobs vor. (Man stelle sich die Implikationen in der heutigen Wirtschaft / Politik vor)

In dem kleinen Örtchen findet man heute einiges an Bauarbeiten rund um das Kloster, Kommen halt immer mehr. Mehr Mönche (die in den orangenen Kutten), mehr Studenten (die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen) und mehr so welche wie ich selber (die nur mal gucken wollen).

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Ich habe für das erste Reingucken ein verlängertes Wochenende gebucht. Von Freitag bis Montag. War nicht teuer, geht über eine Website plus nachtelefonieren (zur Sicherheit).

Ein Freund macht das schon regelmäßiger – der gab mir auch die richtigen Tipps. Zu dem was ich einpacken sollte. Auf meine Frage nach Alkohol, war seine Antwort: “Gibt es immer erst nach den Orgien”. Aha. :-)

Angekommen und ausgepackt. In einem Schlafsaal. 10 Betten, Männer, Hohe Ohropax Indikation. Schlafsack nicht nötig. Alles da. In dem Gebäude, Farbe orange, schläft man. Auch die meisten anderen.

Für das Wochenende gibt es dann ein festes Programm. Mit 3 Mahlzeiten, Teepausen, Unterrichtungen, Frage und Antworten und Gebeten / Meditationen.

Tempel und Unterrichtung:
Hier kommt neben der Farbe Orange nun auch Gold und Buddha ins Spiel und verstärkt ins Blickfeld. Stühle ist nicht. Schneidersitz und kleines Kissen. Aua – das will echt geübt sein! Vor allen Dingen wenn das Umfeld da sitzt, als wären sie von innen mit Beton ausgegossen worden….
Achtung: Liturgie und Gesänge sind auf tibetisch. Klingt schön – braucht aber Übersetzung. Steht in den Heftchen die man umsonst bekommt und wild drin herum blättert. (Lenkt von den Schmerzen in Rücken und Beinen ab – schrieb ich schon Aua?)

Wir sind in der Schweiz. Die Unterrichtung kommt vom Meister – der dann auch auf einem kleinen Thron sitzt – auf englisch. Kann ich – prima. Neben dran sitzt Helmut. Leitet ein Kloster in Österreich ist Mitte 50 und übersetzt jeden “Absatz” des Meisters ins Deutsche (kann ich auch – manchmal verstehen Helmut und ich sogar das gleiche vom Meister, das freut einen dann!). Auf der anderen Seite sitzt eine schöne Französin und übersetzt auch. (Das geht dann übers Headset an die nur französisch verstehenden). Die Unterrichtungen sind erfreulich klar, weltlich und brauchbar. Ist im Prinzip wie eine Predigt, aber eine mit anderen Fokus. Und ganz anderer innerer Stimmung.
Glauben soll man nix. Verstehen auf jeden Fall! Daher auch Fragen und Antworten am Ende einer Unterrichtung – nicht nur so, sonder ganz unbedingt.

Worum geht es denn überhaupt beim Buddhismus?
Primär: Das Leid zu überwinden. Klingt gut.
Wie das nun geht? Im Prinzip wie bei dem behandeln einer Krankheit:
- Erkennen: Ich bin krank.
- Erkennen: Woran bin ich erkrankt?
- Erkennen: Wie kann ich es behandeln?
- Machen: Dann den Behandlungsweg gehen.
Klingt banal – sind aber, etwas übersetzt, die vier edlen Wahrheiten im Buddhismus.

Das am eigenen Glück / Unglück nicht die äußeren Umstände oder gar andere schuld sind – ist auch klar. Das ist alles hausgemacht und darf auch daher in der eigenen Birne selbst gelöst werden. Da ist Buddhismus wie Mensch-Ärger-Dich-Nicht spielen: Vor dem reinziehen, erstmal Stall aufräumen.

Noch was: Dem Buddhismus liegt das “fühlende Wesen” am Herzen. Macht Sinn. Deswegen lassen wir auch Menschen am Leben. Bei der Kuh wird der Ansatz beim Blick auf das Steak schon zwiespältig. Bei der Bratwurst abstrakt. Okay – bliebe die (sehr theoretische) Lösung: Vegetarier. (Tatsächlich bekommt man auch Fleisch da oben zu essen – Gott sei Dank). Aber der Buddhismus sieht tatsächlich alles Lebende als überlebenswert. Bei der Mücke im Schlafzimmer wird es da nun sehr grenzwertig für mich. Und: Es wird tatsächlich auch der Einsatz von Antibiotika diskutiert. Wir erinnern uns: Bakterien leben ja auch…

Was für Menschen trifft man? Im wesentlichen waren Franzosen, Deutsche, Schweizer und Österreicher da. Eher über 40 als drunter. Viele schon mehrere Jahre dabei. Sehr angenehm. Und viele gute Gespräche gehabt.
(Tatsächlich weder Alkohol noch Orgien …)

Am Tag meiner Abreise bin ich noch mal in den Tempel. Der war ganz leer und ein leichter Geruch nach Räucherstäbchen hing in der Luft. Habe mir mein Kissen genommen, mich in den Schneidersitz gesetzt (ganz freiwillig – und auch gar nicht mehr so viel Aua) und die Augen geschlossen.
Nichts zu tun, kein Aktivismus, nur sich selbst, sich ertragen und das geniessen – das war ein gutes, ganz und gar zeitloses Erlebnis.

Und ein toller Abschluss von einem wegweisenden Wochenende.

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November unterwegs.

Und zwar zur Abwechselung mal mit dem Rad.

Geht hier prima in Ostwestfalen. Die Wege sind glatt. Der Wind kommt von vorn. Dafür auf der Rückfahrt von hinten. Oder umgekehrt. Hier findet man eine gerechte Welt. :-)

Wenn man am späten Nachmittag unterwegs ist, findet man auch das Licht schön und schräg. Das warme Wetter eh – Glühwein ist ja erst ab dem 23.11. angesagt.

Also nun noch schnell die Bilder vor dem ersten Frost.
Denn dann kommen ja schon die Bilder vom ersten Frost.

Soll mal einer sagen, der November hätte nichts. Er ist halt ein Monat der irgendwie “dazwischen” ist. Nicht mehr golden wie der Oktober oder frostig und weiß wie der Dezember. Er begleitet den Übergang.

Inzwischen mag ich seine Seiten.

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Umgucken auf der Zeche Zollern

Das Ruhrgebiet macht sich schön.

Wer es noch nicht weiß: Das Ruhrgebiet macht so richtig auf Kultur und ist 2010 Kulturhauptstadt Europas. Na – wer hätte da an Rom, Venedig oder London gedacht?

Nix, das is’ alles nächstes Jahr im Pott zu finden.
Eine eigene Website dazu gibt’s auch schon: Klickst Du hier.

Das neue Jahr ist nicht weit weg, also muss alles noch schnell richtig schön und gut und fertig werden. Auch so bekannte Sehenswürdigkeiten wie die alte Dame des Bergbaus: Die Zeche Zollern. Vom Start weg schön anzusehen: Der Jugendstil stand ihr schon immer ganz ausgezeichnet. Und das Gelände nebst Grünanlage sieht eher nach Yale-Campus aus, als nach Maloche. Da guckt man gerne hin und kommt öfters.

Nun auch hier frischmachen.

Also Pause bis 2010 und warten bis alles wieder im Lack? Ne – nicht nötig. Ganz im Gegenteil, der Eintritt ist sogar ermäßigt. Umgucken ausdrücklich erlaubt, auch wenn noch nicht alle Zimmer frisch bezogen sind. Aber das wird schon.
Man hilft ja gern.

Auf dem Gelände gibt es übrigens allerlei an Altlasten zu finden.
Freunde des Details werden hier ganz bestimmt fündig. (So wie ich) :-)

Für uns gab es heute nach der Runde auf der Zeche Zollern im Pferdestall noch zwei Frikos mit Senf. Und nen heißen Pott Kaffee. Zusammen 4,40 € – das darf so bleiben. Auch noch nächstes Jahr.

Glück Auf!

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