Dieses mal mit einem guten Freund unterwegs. Ich mit meiner digitalen Knipse, er mit seiner Architekturausstattung. Dazu nimmt man eine ARCA – SWISS, und ein passendes 6×9 Rückteil. Die Qualität lässt sich dann auch nicht mehr so einfach in Megapixeln ausdrücken. Dafür hat man mit den Verstellmöglichkeiten einer Fachkamera ganz andere Sichtweisen auf ein Motiv. Erstaunlich, welche Bilder damit machbar sind.
Weiterverarbeitet werden solche Bilder dann klassisch im Labor. Das entwickelt aber nur den Film. Entweder als Farbnegativ oder als Dia. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Das Dia ist schärfer als das Farbnegativ. Dabei hat letzteres den höheren Kopierumfang. Sprich: Es passen mehr “Blenden” auf ein Foto.
Weiter verarbeitet wird dann digital. Dazu scannt man das Negativ mit einem guten Scanner ein. Hier ist es ein Imacon der seine Dienste tut. Sowas gibt es auch schon gebraucht. Alles in allem eine sehr nachhaltige und bewusste Art Bilder zu machen.
Die Bilder hier unten sind mit meiner alpha 700 entstanden. Nächstes mal grabe ich wieder meine alte 6×6 aus. Und probiere mich auch in der hybriden Verarbeitung.

Mittelter Märkte. Das ist diese komische Musik aus Dudelsäcken. Menschen in lustigen Kleidern, Met-Wein (im Sommer kalt, im Winter warm) und Verkaufsstände.
In Summe klingt das nicht gerade spannend. Zumal dafür auch noch Eintritt genommen wird. Aber das Thema ist spannend. Weil das, was gezeigt wird, so ganz und gar stromlos, Internet frei und ohne Kunststoff daher kommt. In unserer mit twitter feeds und 2m TFTs überfrachteten Zeit, ein Ausflug in eine ganz andere Welt.
Und das was verkauft wird, muss hergestellt werden. Nachfragen bringt neue Erkenntnisse, wie Seifen, Leder, Düfte, Werkzeuge früher gemacht wurden. Und man sieht, wie altes Handwerk auch heute noch nachhaltiges herstellt.
Dieses lebendige Museum zum anfassen und erleben ist damit nicht nur für Kinder interessant. Wann hat man schon mal die Gelegenheit eine lebendige Eule auf der Hand zu halten?
Gegen Abend kommt ein Feuerkünstler und schwingt seine Feuertöpfe an Ketten durch die blaue Stunde.
Das scheint auch für die Darsteller aus dem Mittelalter nicht so häufig vorzukommen. Die meisten holten Ihr Handy aus der Tasche und filmten den Auftritt.
Zurück in der Zukunft.

Die Zeche Zollverein ist einer der Klassiker im Ruhrgebiet. Den Förderturm kennt jeder. Abfotografiert zu jeder Licht und Stimmungszeit. Vielleicht DAS Wahrzeichen des Ruhrgebietes. In 2010 ist nun das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Spannend genug. Wo die meisten mit der Gegend maximal Fußball, Bier, Kohle & Stahl und einen schmutzigen, grauen Himmel verbinden. Eine Landschaft, wie von Tim Burton ausgedacht.
Ganz falsch.
Tatsächlich ist es eine Gegend die durch Arbeit geprägt ist, weniger durch Verwaltung. Wo Integration notwendig war und diese Kultur in der Offenheit der Menschen haften geblieben ist. Wo Offenheit auch Ehrlichkeit bedeutet und meistens eine klare Ansage wo es lang geht. Offen und direkt. 10km nach Norden oder Süden gefahren und man ist mitten im Grünen. Entweder bürgerlich an der Ruhr, oder im proletarischen Teil an der Emscher.
Wo so viele Kulturen aufeinander treffen, kommt auch bunte Kultur dabei heraus. Vielleicht nicht im Hochglanzmagazin, aber dafür nahbar. Von den Missfits aus Oberhausen über Rocktheater Nachtschicht bis zu Max Raabe aus Lünen.
Und dank Niedergang von Kohle und Stahl ist die Luft, die aus dem Arbeitsmarkt raus ist, nun auch wieder sauber.
Das Denkmal Zollverein wurde für 2010 ordentlich aufpoliert. Neben der sagenhaften Architektur, die weltweit Industriebauten Vorbild war, finden sich nun diverse Museen und Cafes auf dem Gelände. Für einen ersten Überblick, ist eine geführte Tour über das Gelände am schlausten. In gut 2h bekommt man einen Überblick. Auch von ganz oben. Und darf erkennen, dass die Zeche Zollverein auch damals schon nichts anderes im Sinn hatte als maximale Rationalisierung. So wenig Personal wie möglich war das Ziel. Konsequenter Weise wurde deshalb in dem Riesengebäude der Kohlenwäsche keine einzige Toilette eingeplant. Die Romantik des Kapitals…
Für die beiden Museen sollte man jeweils einen halben Tag einplanen:
Das reddot Museum. Umfassende Designbeispiele in einer alten Maschinenhalle. Kontrastprogramm pur.
Das Ruhrmuseum. Alles über das Ruhrgebiet, seine Menschen und seine Geschichte. Spannend in der alten Kohlenwäsche untergebracht.
Wir werden auf jeden Fall noch einmal hinfahren.
Glück Auf!

Ohne Blätter, mit Schnee auf dem Boden kann man Bäume anders sehen.
Mehr Licht von unten, Strukturen von Ästen und Rinde werden erkennbarer. Wenig Ablenkungen durch Kleinteiligkeit.
Also schnell raus und andere Sichtweisen finden. Bevor der Frühling kommt.

Der Winter ist eine komische Jahreszeit zum photographieren.
In der Woche viel zu früh dunkel oder am Wochenende besetzt mit Schlittenfahren. Das dann noch mit so kalten Fingern, dass “schönes Bilder machen” wirklich hart wird. Das lässt sich dann nur mit Sitzheizung im Auto aushalten.
In Ostwestfalen hat es nun also auch geschneit.
Schnee ist ein großer Gleichmacher. Der “englische Rasen” wird genauso flach mit Schnee zu gedeckt, wie das wilde Stück Wiese. Wirklich etwas reißen kann man im nachbarschaftlichen Wettbewerb jetzt nur noch mit dem Bürgersteig. Hier gemeint: Schnee schaufeln.
Je früher der Bürgersteig dabei wieder sein wahres Ich zeigt, desto besser. Da reicht dann auch kein Laufweg. Um hier zu bestehen, brauchen wir das vollflächige Ergebnis. Wie schön. Und bitte auch nur bis exakt zur Grundstücksgrenze.
Zum Schlittenfahren wird es einsam für den Rietberger. Richtig gut geht das nur in Richtung Stromberg. Stromberg hat hier den Namensteil deutlich mehr verdient als Rietberg.
Oder ab in Richtung Teutoburgerwald. Da geht dann nochmal deutlich mehr.
Mein familienkompatibler Tip: Das Gelände unterhalb der Lämershagener Treppen. Eine geräumige Schüssel, deren unteres Ende dankbarer Weise nicht in einem Gewässer endet. Inklusive Parkplatz und wenig zu laufen.
Übrigens: Der Winter endet erst zum 21. März. Wie jedes Jahr.
Da kann noch was kommen!

braucht man an dieser Stelle nicht zu erwarten.
Zwei schöne Sätze, die ich gelesen habe dazu:
“Das größte Geschenk, das wir uns machen, ist uns vom Leben überraschen zu lassen. Damit sind wir offen für jedes Wunder.”
“Unsere äußere Hülle
lässt sich aufpeppen
mit Glitzer und Glanz.
Für wen ist das wichtig?
Widme deine Zeit
SinnVoll dem Inneren
…
damit es auch dort
wie funkelnde Kristalle
hell leuchtet
…
so dass der Lichtschein
auch außen sichtbar ist!”
In diesem Sinne: Alles Gute für 2010!

ich wünsche allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.
Und einen guten Übergang in ein erfülltes Jahr 2010…

Last Christmas
[Chorus]
Last Christmas
I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year
To save me from tears
I’ll give it to someone special
Last Christmas
I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year
To save me from tears
I’ll give it to someone special (special)
[Chorus]
Once bitten and twice shy
I keep my distance
But you still catch my eye
Tell me baby
Do you recognize me?
Well
It’s been a year
It doesn’t surprise me
(Merry Christmas)
I wrapped it up and sent it
With a note saying “I love you”
I meant it
Now I know what a fool I’ve been
But if you kissed me now
I know you’d fool me again
[Chorus x2]
A crowded room
Friends with tired eyes
I’m hiding from you
And your soul of ice
My god I thought you were
Someone to rely on
Me?
I guess I was a shoulder to cry on
A face on a lover with a fire in his heart
A girl undercover but you’ve torn me apart
Oo-hoo
Now I’ve found a real love you’ll never fool me again
[Chorus x2]
A face on a lover with a fire in his heart
A man undercover but you’ve torn him apart
Maybe next year I’ll give it to someone
I’ll give it to someone special. (special)
